Wie ist die Lage?!

Liebe Schulfamilie,

die ersten Wochen der Quarantäne liegen hinter uns und wir alle durften (unfreiwillig) unseren Erfahrungsschatz in vielerlei Hinsicht erweitern.

Licht & Schatten | Weltweit stehen die Menschen vor vollkommen neuen Situationen, worauf sich niemand ernsthaft vorbereiten konnte. Daher bleibt es nicht aus, dass es neben positiven auch zu negativen Erlebnissen auf den unterschiedlichsten Ebenen kommen kann.

Unterricht daheim | Von einem Augenblick auf den nächsten sehen wir uns in völlig neuen Rollen, um die Schwierigkeiten bestmöglich zu bewältigen. Als Bildungseinrichtung betrachten wir das Wohlergehen unserer Schulfamilie als oberste Priorität. Unseren Lehrkräften ist es eine Herzensangelegenheit, den Kindern so gut es geht als schulischer Begleiter zur Seite zu stehen. All unsere Bemühungen, die Digitalisierung unserer Schule im Sause-Schritt voranzutreiben, zielen darauf ab, die SchülerINNEN einschließlich ihrer Eltern während der unterrichtsfreien Zeit pädagogisch zu unterstützen. Im Gegensatz zum normalen Unterrichtsbetrieb in der Schule, kann nicht unmittelbar auf individuelle Fragen oder Probleme reagiert werden. Unsere angebotenen Wege zur Kommunikation erfreuen sich seit Beginn einer hohen Beliebtheit und werden seitens Schülerschaft und Eltern gut angenommen. Ein riesiges Dankeschön an alle Beteiligten für die Nutzung dieser modernen Form der vertrauensvollen Zusammenarbeit!

Überforderung | Unsere eigentlich so bedeutsame räumliche Nähe, wie sie im alltäglichen Unterrichtsbetrieb selbstverständlich ist, kann bei Abwesenheit dazu führen, dass sich manche SchülerINNEN ohne ihre gewohnte Lehrkraft durch einzelne Aufgabenstellungen überfordert fühlen oder die Summe aller Arbeitsaufträge zur Last wird. Dies ist natürlich weder beabsichtigt, noch zielführend.

Wichtig! | Niemand erwartet von den Eltern, dass sie die Rolle eines souveränen Lehrers einnehmen, wenn sie ihre Sprösslinge bei auftretenden Fragen unterstützen! Richtig eingeschätzt lassen sich die außergewöhnliche Lage produktiv nutzen und unnötige Gefahren für Frust und schlechte Laune vermeiden.

Hilfe holen! | Eine entsprechende Rückmeldung an die zuständige Klassenlehrkraft kann obige Schwierigkeiten schnell aus dem Weg räumen. Bitte scheuen Sie sich nicht, mit uns in Kontakt zu treten. Gemeinsam lässt sich für jedes Problem eine Lösung finden.

Lagerkoller | Wir alle müssen dieser Tage feststellen, dass es keine Selbstverständlichkeiten im Leben gibt und sich die Lage sehr schnell ändern kann. Auf unsere persönliche Freiheit in dieser extremen Form verzichten zu müssen, kann uns sehr zusetzen und ungeahnte Seiten in uns hervorbringen. Rechtzeitig über die eigenen Gefühle ganz ehrlich zu sprechen, kann helfen, Streit und Unheil zu verhindern.

Tagesstruktur | Für die Lernentwicklung der Kinder ist es ratsam, in dieser besonderen Situation gewohnte Tagesabläufe so gut es geht einzuhalten, um ein Gefühl von Vertrautheit und Sicherheit zu fördern. In der Früh schon bald aufstehen und das stressfreie Frühstück in der Familie bewusst als gemeinsame, verbindende Aktion zu genießen, ist eine gute Idee. Wie beim normalen Schulbetrieb sollten Arbeiten aus den Digitalen Klassen vorzugsweise während des Vormittags in ungestörter Atmosphäre und möglichst selbstständig erledigt werden – Pausen natürlich inbegriffen. Sofern gestattet und unter Beachtung der Sicherheitsvorgaben bitte unbedingt für Bewegung an der frischen Luft sorgen.

Falle | Verlockungen, sich aus Langeweile in virtuellen Welten (Computerspiele, Video-Plattformen, (a)soziale Netzwerke, …) zu verlieren, sollten höchst kritisch hinterfragt und verantwortlich genutzt werden. Das menschliche Gehirn rutscht leider sehr schnell in Gewohnheiten, welche zu unkontrollierbaren Abhängigkeiten führen können. Passen Sie auf sich und andere auf!!!

Denk positiv! | Generell und ganz besonders heute sollten wir uns darauf konzentrieren, dem Leben mit einer möglichst wohlwollenden Einstellung zu begegnen. So lassen sich – einfacher als mancher vielleicht im ersten Moment glaubt – ungute Situationen entschärfen oder sogar in etwas Positives verwandeln. Jeder von uns trägt diesen angeborenen Zauberstab in sich und sollte regen Gebrauch davon machen. Wir haben genau jetzt die Chance zu erkennen: Auf die kleinen Dinge kommt es an!